Nach einem Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ lagen dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum 24. Juli 2026 bundesweit 521 Meldungen zu Lieferengpässen vor. Auch niedersächsische Apotheken müssen deshalb regelmäßig auf Ersatzpräparate ausweichen. Bereits im März hat die AfD eine industriepolitische Strategie gefordert, um die Arzneimittelproduktion in Niedersachsen zu stärken (Drucksache 19/10131). Insbesondere sollen Produktionskapazitäten für kritische Arzneimittel im Land gesichert oder neu angesiedelt werden.
Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Mehr als 500 Lieferengpassmeldungen sind kein vorübergehender Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer jahrelangen Abhängigkeitspolitik. Wer die Herstellung lebenswichtiger Wirkstoffe überwiegend den billigsten Anbietern in China und Indien überlässt, setzt unsere Versorgungssicherheit aufs Spiel. Niedersachsen darf sich nicht länger darauf beschränken, Engpässe zu verwalten und Ersatzpräparate zu organisieren. Wir müssen bestehende Hersteller stärken, neue Produktionskapazitäten ins Land holen und gemeinsam mit den Hochschulen die benötigten Fachkräfte ausbilden. Unser Antrag liegt auf dem Tisch. Die Landesregierung muss endlich handeln: Versorgungssicherheit beginnt am Produktionsstandort – und genau den müssen wir in Niedersachsen stärken.“
Delia Klages
