Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will den Aufbau des Wasserstoffmarktes mit einem Maßnahmenpaket deutlich beschleunigen. Dazu gehören Differenzkostenverträge, neue Förderprogramme ab 2027, Anreize für Kraftwerke und der verstärkte Import von Wasserstoff. Gleichzeitig räumt das Ministerium ein, dass der Marktaufbau hinter den Erwartungen zurückbleibt und Wasserstoff weiterhin deutlich teurer ist als fossile Alternativen.
Dazu Ansgar Schledde, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Wirtschaft hat den Wasserstoff-Traum längst abgelehnt. Es gibt keine nennenswerte marktgetriebene Nachfrage, weil die Kosten für grünen und kohlenstoffarmen Wasserstoff nach wie vor weit über denen fossiler Energieträger liegen. Statt diese Realität anzuerkennen, setzt Reiche auf immer neue Subventionen, Differenzkostenverträge und staatliche Risikoübernahme. Das ist keine Marktwirtschaft, sondern grüne Planwirtschaft mit dem Geld der Steuerzahler.
Auch der Bundesrechnungshof hat bereits vor einer möglichen Dauerförderung und hohen Haushaltsbelastungen gewarnt. Anstatt immer neue Förderprogramme und planwirtschaftliche Maßnahmen aufzulegen, sollte Ministerin Reiche in der Bundesregierung dafür arbeiten, die Wiederinbetriebnahme von Nord Stream 2 voranzutreiben. Günstiges Gas würde die Energiekosten sofort senken und der Wirtschaft helfen. Wasserstoff als teures Prestigeprojekt braucht niemand. Wir brauchen bezahlbare Energie, keine neuen Milliardengräber.“
Ansgar Schledde
