Ehemalige Kernkraftwerks-Leiter und kerntechnischen Experten fordern in einem Brandbrief an die Bundesregierung ein erneutes Hochfahren der deutschen Kernkraftwerke. Darunter befinden sich mit Horst Kemmeter und Dr. Jürgen Haag auch die ehemaligen Leiter der Niedersächsischen Anlage Emsland.
Dazu Ansgar Schledde, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Kernenergie ist für die Versorgungssicherheit, die langfristige Senkung der Energiepreise und für die energiepolitische Souveränität Deutschlands überlebenswichtig. Die Kosten für das Netzengpassmanagement in Höhe von 3,071 Milliarden Euro allein im Jahr 2025 belegen den durch den Atomausstieg entstandenen Mangel an zuverlässiger, steuerbarer Erzeugungskapazität. Auch dies hat mit 38,4 Cent zu einem überdurchschnittlichen Strompreis geführt. Eine Wiedereinführung unserer im europäischen Vergleich sicheren KKW wäre einer von mehreren notwendigen Sanierungsmaßnahmen unserer Volkswirtschaft. Diesem Appell der ehemaligen Kraftwerksleiter kann ich mich folglich nur anschließen. Denn eine Regierung, die von Small Modular Reactors und Kernfusion träumt, braucht dafür zunächst die Technologie der Gegenwart. Ich fordere folglich, beginnend mit der erneuten Inbetriebnahme des KKW Emsland den ersten, pragmatischen Schritt zu gehen.“
Ansgar Schledde
