Kultur

Jessica Schülke zur Ablehnung des Antrages für eine zentrale Schlösserverwaltung: „Ein fatales Signal an Bürger und Kommunen!“

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Niedersachsen wird weiterhin ohne eine zentrale Schlösservewaltung auskommen müssen. Der Antrag der AfD (Drucksache 19/6800) wurde im Landtag von den anderen Fraktionen abgelehnt. Im Gegensatz dazu pflegen, restaurieren und vermarkten zehn deutsche Bundesländer bereits seit Jahrzehnten ihre historischen Schlösser und Residenzen zentral und effizient durch Schlösserverwaltungen.

Dazu Jessica Schülke, kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Niedersachsens wichtigste Baudenkmale bleiben sich selbst überlassen. Die Folgen der verfehlten linken Kulturpolitik: Aus fast allen Residenzen werden seit Jahren Inventarteile auktioniert oder verkauft. Viele Kriegszerstörungen wurden bis heute nicht behoben. Eher zieht der Schwamm durch die Gebäude, als dass eine optimale touristische Vermarktung erfolgt. Andere Länder zeigen, wie es geht: Bayern zum Beispiel meldet Millionen Besucher in seinen Märchenschlössern und profitiert von einer starken Schlösserverwaltung. Berlin und Brandenburg stellen gemeinsam mit dem Bund über einen Masterplan 400 Millionen Euro für die ‚Stiftung Preußische Schlösser und Gärten‘ bereit. Beide investieren zentral in ihre Schlösserlandschaften und machen sie so zu Publikumsmagneten!

Hierzulande bleibt es bei einem Flickenteppich von Zuständigkeiten und einem Stückwerk von Einzelmaßnahmen. Dabei gibt es im Ministerium für Wissenschaft und Kultur bereits eine Liste von 24 Top-Schlössern und Kulturdenkmalen, die sich im Landesbesitz befinden. Nach Einschätzung des Landesamtes sind sie für die Denkmalpflege von hoher Bedeutung und perfekt für die Aufnahme in eine zentrale Kulturverwaltung geeignet. Das eine solche Verwaltung erfolgreich arbeiten kann, zeigt in Niedersachsen die Institution der Klosterkammer Hannover. Es fehlt also nicht an Expertise, Konzepten oder Vorbildern – es fehlt allein am politischen Willen. Die Ablehnung unseres Antrags ist ein fatales Signal an Bürger und auch an die Kommunen, die beim Erhalt bedeutender Baudenkmale oftmals im Regen stehen. Wir werden uns dennoch unermüdlich für Niedersachsens geschichtsträchtiges und identitätsstiftendes und Kulturerbe einsetzen.“

Jessica Schülke

Abgeordneter