Der Landtag verabschiedete heute mit den Stimmen von Rot-Grün weitgehende Änderungen des Niedersächsischen Jagdgesetzes. AfD und CDU stimmten dagegen. Im Vorfeld hatten die Pläne zur Gesetzesänderung bereits massive Proteste der Landesjägerschaft ausgelöst, woraufhin das Gesetz in einigen Punkten abgeändert wurde.
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Wir hatten ein gutes Jagdgesetz. Es wurde erst vor vier Jahren mit einer breiten parlamentarischen Mehrheit erneuert. Aber Rot-Grün meint, daran herumschrauben zu müssen und zwar auf Kosten der Landesjägerschaft. Sie ist mit gut 60.000 Mitgliedern der drittstärkste anerkannte Naturschutzverband Niedersachsens. Das Wissen und Wirken rund um die Natur in ihren Revieren steht außer Frage und verdient Wertschätzung, aber gewiss keine Verschärfung des Jagdgesetzes zu ihren Ungunsten! Die Beispiele dafür sind immer noch zahlreich, etwa das Verbot der Jagd im Natur-Erdbau, die Nutria-Bejagung im Revier durch Dritte und das Abschaffen der Pflicht zu Hegeschauen. Hinzu kommen unbestimmte Rechtsbegriffe, zum Teil sogar verfassungsrechtliche Bedenken, wenn zum Beispiel Bewirtschafter für jagdliche Maßnahmen mit in die Pflicht genommen werden sollen. Welch ein geringschätziger Umgang mit den Jägern! Ich wage zu prophezeien: Diese rotgrüne Novelle des Jagdgesetzes ist ein ganz heißer Kandidat für eine Rückabwicklung, sobald die Konservativen regieren. Also schon bald!“
Alfred Dannenberg
