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Wirtschaft

Omid Najafi zum geplanten Audi-Werk in den USA und der Kritik von Olaf Lies: „Befremdlich ist daran nur die selbstmörderische deutsche Wirtschaftspolitik“

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„Befremdlich“ findet Ministerpräsident Olaf Lies den Auftritt des Audi-Vorstandsvorsitzenden Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump im Bundesstaat Georgia. Döllner hatte bekanntgegeben, dass die Volkswagen-Tochter dort für vier Milliarden Euro ein erstes Werk auf US-Boden plant.

Man „erwarte, dass mit derselben Entschlossenheit, mit der in den USA investiert werden soll, auch an Zukunftsperspektiven und Lösungen für die Standorte in Deutschland gearbeitet wird, die heute in Frage stehen“, so der Ministerpräsident in seinem Statement.

Dazu Omid Najafi, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Hellauf begeistert wäre Lies mit Sicherheit gewesen, wenn Audi-Chef Gernot Döllner ein ähnliches Bauvorhaben auf einer SPD-Wahlkampfveranstaltung verkündet hätte. Befremdlich ist nicht so sehr das Verhalten des Audi-Chefs, sondern die selbstmörderische deutsche Wirtschaftspolitik und daran hat der Ministerpräsident auf vielen Ebenen entscheidend mitgewirkt! Schwindelerregende Energiepreise, Steuerlast und eine überbordende Bürokratie treiben die Unternehmen aus dem Land. Ebenso tun es völlig unberechenbare politische Entscheidungen, die gestern Beschlossenes heute für null und nichtig erklären.

Das Verhandlungs-Versagen der Brüsseler Wirtschaftspolitiker gegenüber den USA dürfte ihr übrigens getan haben: Dass die US-Audis zollfrei in die EU importiert werden dürfen, hat der Standortentscheidung sicherlich zusätzlichen Schub gegeben. Wenn Olaf Lies jetzt ‚Zukunftsperspektiven und Lösungen für die Standorte in Deutschland“ fordert, dann sind er und seine Mitstreiter in Brüssel, Berlin und Hannover gefragt – und niemand sonst!“

Omid Najafi