Klaus Wichmann zur heutigen Rede von Michel Friedmann: „Wer AfD und Nationalsozialismus gleichsetzt, relativiert in abstoßender Weise das Nazi-Unrecht“

von AfD Presse

Als Hauptredner anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus hatte die Landtagspräsidentin Hanna Naber den Publizisten Michel Friedmann eingeladen.

Dazu Klaus Wichmann, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Der millionenfachen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, ist Pflicht und Mahnung zugleich. Der 27. Januar sollte für jeden ein Tag der Erinnerung und der Trauer sein. Das macht ihn so besonders. Der Redner steht hier ganz besonders in der Pflicht. Michel Friedmann hat sie heute ganz bewusst missachtet.

Wer AfD und Nationalsozialismus gleichsetzt, handelt geschichtsvergessen und relativiert in abstoßender Weise das Nazi-Unrecht. Die Schoah ist ein ungeheuerliches Menschheitsverbrechen, und sie ist im deutschen Namen verübt worden. Die Verantwortung, die daraus erwächst, ist Teil der Deutschen Staatsräson. Auch die AfD hat sich dazu immer wieder bekannt. Wir stehen wie keine zweite Partei hinter Israel. Scharf haben AfD-Vertreter die Sanktionspläne der EU aus Anlass des Gaza-Krieges verurteilt. Hier im Landtag war es unsere Fraktion, die im Jahr 2019 als erste einen Landesbeauftragten gegen Antisemitismus gefordert hat. In aller Deutlichkeit haben wir im vergangenen Jahr im Plenum die antisemitischen Ausfälle an den Universitäten verurteilt.

Friedmanns Auftritt, der doch den Opfern der Nazi-Herrschaft gelten sollte, hat die Würde des Landtages beschädigt. Hanna Naber hat einem düsteren Demagogen das Wort erteilt. Der Demokratie, dem Judentum in Deutschland und dem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Vergangenheit hat sie einen schlechten Dienst erwiesen.“

Klaus Wichmann