Grundlos kündigte die Göttinger Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes der Bibliothek des Konservativismus (BdK) die Zusammenarbeit zum 31. Dezember 2025 auf. Damit wären die 35.000 Bände der Einrichtung digital nicht mehr auffindbar. Die Bibliothek muss um ihre Existenz fürchten.
Da die Göttinger Verbundzentrale unter der Dienst- und Rechtsaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur steht, forderte die AfD-Fraktion die Landesregierung zu einer Stellungnahme auf.
Dazu Jessica Schülke, kultur- und wissenschaftspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
Die Landesregierung macht sich noch nicht einmal die Mühe, eine sonderlich stimmige Ausrede zu präsentieren. Fadenscheinig und arrogant verweist sie auf kaufmännische Grundsätze, nach denen der Landesbetrieb gemäß Betriebsanweisung handeln würde. Es gehe um ein privatwirtschaftliches Vertragsverhältnis. Eine Begründungpflicht bestehe im Falle einer Kündigung nicht. Tatsache ist: Der Vertrag mit der Bibliothek des Konservativismus besteht seit 17 Jahren. 2021 wurde er aktualisiert. Probleme zwischen den Vertragspartnern sind nicht bekannt. Schwer wiegt daher der Verdacht, dass hier offensichtlich die Feinde von Wissenschaftsfreiheit und Pluralismus am Werk sind. Unerwünschtes Gedankengut wird aus dem Gedächtnis der Öffentlichkeit getilgt. Wahrgenommen werden soll einzig, was ins links-grüne Weltbild passt. Die Antwort der Landesregierung macht deutlich, wie sehr sie das unsägliche Vorgehen der Verbundzentrale unterstützt. Die AfD-Fraktion wird das wissenschaftsgefährdende Treiben sehr genau verfolgen und weitere parlamentarische Schritte in Erwägung ziehen.“
Jessica Schülke