Jessica Schülke zum Denkmalschutz in Niedersachsen: „Abriss- und Verfallswelle bedroht unsere Kulturgeschichte“

von AfD Presse

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz schlägt Alarm: Alleine in den Jahren 2023 und 2024 sind in Deutschland mindestens 900 Denkmale verloren gegangen. In Niedersachsen erwähnt die Stiftung unter anderem den Abriss der „Kohlenkirche“ an der Zeche Georgschacht in Stadthagen im Landkreis Schaumburg und das verfallende Conti-Gebäude in Hannover-Limmer. Auf eine Dringliche Anfrage der AfD (Drucksache 19/8301) zeigt sich Kulturminister Falko Mohrs (SPD) problembewusst: In der aktuellen Legislaturperiode seien bereits 371 Denkmale von dem Denkmalverzeichnis gelöscht worden, in der vergangenen Periode waren es insgesamt mehr als 1128. Lösungen sieht er jedoch nicht.

Dazu Jessica Schülke, kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Die nackten Zahlen sind nicht nur dramatisch, sie sagen zudem nichts über die Qualität der Denkmale oder über die Gründe für ihre Löschung aus. Für Eigentümer sind die Auflagen der kommunalen Unteren Denkmalschutzbehörden oftmals eine schwere Belastung. Die Frage der wirtschaftlichen Zumutbarkeit zieht sich wie ein roter Faden durch alle Ebenen bis hin zum Landesamt für Denkmalpflege und zur Landesregierung, die angibt, mit knappen Finanzmitteln operieren zu müssen. Vor dem Hintergrund des geplanten Investitions- und Kommunalstärkungspakets in Höhe von rund 5 Milliarden Euro vom Land und von fast 14,5 Milliarden Euro zusammen mit Bundesmitteln und Mitteln aus Sondervermögen fordern wir mehr Ressourcen für den Denkmalschutz. Zum einen müssen mehr Mittel gezielt für Notsicherung und Erhalt der Denkmale fließen. Zum anderen gilt es, das Handwerk rund um die Denkmalpflege personell und finanziell zu stärken und attraktiver zu gestalten. Der Erhalt unserer Kulturgeschichte darf nicht am Geld oder an fehlender politischer Priorität scheitern – hier ist die Landesregierung in der Pflicht.“

Jessica Schülke