Während in der Grafschaft Bentheim ein Wolf über 50 Schafe tötete, verletzte kurz zuvor ein anderer in Hamburg sogar einen Menschen. Das Tier, die Bild nennt ihn den „Beiß-Wolf“, konnte eingefangen werden. Hamburgs grüne Umweltsenatorin Katharina Fegebank (49, Grüne) entschied, ihn wieder freizulassen. Inzwischen wird er – laut Medienberichten – in der Lüneburger Heide vermutet. In drei Anfragen zu kurzfristigen Schriftlichen Beantwortung verlangte die AfD-Fraktion Aufklärung (Drucksache 19/10520, Drucksache 19/10521, Drucksache 19/10522).
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Eine Farce mit Ansage! Während ein potentiell gefährlicher Wolf durch die Gegend streift, spielt die Landesregierung Verantwortungspingpong. Die Hamburger Umweltbehörde sei für das Tier zuständig, wiegelt Niedersachsens zuständiger Minister Meyer ab. Ob er das im Zweifelsfalle auch jemanden ins Gesicht sagen mag, der zum Opfer Nummer Zwei des Wolfes geworden ist? Natürlich ist das Tier, nach allem, was bekannt ist, ein niedersächsisches Problem. Umso planloser und verantwortungsloser klingen die Auskünfte der Landesregierung. Ja, der Wolf ist besendert. Wie lang das Gerät funktioniert? Das könne nicht abschließend benannt werden. Die Batterielaufzeit hänge davon ab, wie häufig der Sender Positionen übermittelt. Tatsache ist: Bei anderen Wölfen hielt der Akku nicht einmal ein Jahr.
Und was passiert, wenn der Sender funktioniert und meldet, dass sich das Tier beispielsweise einer Schule nähert? Dann, so die Landesregierung, würde man in einer Ermessensentscheidung zwischen Artenschutz und öffentlicher Sicherheit abwägen. Nach ernstgemeintem Bürgerschutz klingt das nicht! Dem NDR gegenüber fabulierte die Umweltbehörde zur Wolfsabwehr gar von Paintball-Pistolen. Ein Irrsinn! Das Tier gehört umgehend aufgespürt und entnommen.“
Alfred Dannenberg
