Die Zahl der Gewaltopfer an Niedersachsens Schulen ist von 2.626 im Jahr 2022 auf 3.754 im Jahr 2024 angestiegen. Die Zahl der betroffenen Lehrkräfte hat sich innerhalb von zwei Jahren von 128 auf 214 nahezu verdoppelt. Dennoch erklärt die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD (Drucksache 19/9815), private Sicherheitsdienste seien „grundsätzlich nicht vorgesehen“.
Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Das Kultusministerium setzt weiter auf Erlasse, Präventionspapiere und Fortbildungen – während die Schulen im Alltag mit Gewalt, Bedrohungen und Störungen allein gelassen werden. Die Verantwortung wird auf Lehrkräfte abgewälzt, ohne dass konkrete Schutzmaßnahmen greifen. Stattdessen sollen die Schulen mit weiteren Dokumentationspflichten belastet werden. Die AfD fordert deshalb: Wo Schulen dauerhaft von Gewalt betroffen sind, müssen Sicherheitsdienste ausdrücklich und zeitlich begrenzt eingesetzt werden dürfen. Lehrer sind Pädagogen, keine Sicherheitskräfte. Schüler- und Lehrerschutz hat Vorrang vor ideologischen Vorbehalten. Zudem verweigert die Landesregierung eine offene Analyse der Ursachen für die zunehmende Gewalt. Mögliche Zusammenhänge mit den tiefgreifenden Veränderungen der Schülerschaft, verursacht durch die Massenmigration der vergangenen Jahre, werden pauschal geleugnet – belastbare Untersuchungen liegen nicht vor. Nötig ist ein klarer Kurswechsel: Schulen brauchen wieder Ordnung, Sicherheit und eindeutige Zuständigkeiten. Prävention allein reicht nicht aus – wo sie versagt, müssen konkrete Schutzmaßnahmen folgen.“
Harm Rykena