Zahlreiche Veranstaltungen mahnen heute am „Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende“ an die tödlichen Gefahren der Sucht. Niedersachsens Gesundheitsminister Philippi betonte aus diesem Anlass die Bedeutung der Suchtprävention. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) präsentiert unterdessen bedrohliche Zahlen: 2024 mussten bundesweit rund 250.000 Menschen wegen psychischer Störungen aufgrund von Cannabis ärztlich behandelt werden. Cannabis sei kein Freizeitspaß, kommentierte Philippi die Schockzahlen. Kiffen könne nicht nur abhängig machen, sondern auch schwere gesundheitliche Schäden verursachen.
Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Philippis Cannabis-Beurteilung ist vollkommen korrekt. Dass sich der Minister hier aber als sorgender Politiker inszeniert, hat einen bitteren Beigeschmack. Um den grünen Koalitionspartner nicht zu verstimmen, hat sich die Landesregierung im Bundesrat bei der entscheidenden Abstimmung am 22. März enthalten! Die fatale Entscheidung den Cannabiskonsum zumindest teilweise zu legalisieren, geht also auch auf Philippis Konto. An wohlfeile Sonntagsreden erinnert ebenso sein Statement zum heutigen Gedenktag. Ja, es gibt ‚seit 1986 niedersachsenweit 75 Fachstellen für Sucht und Suchtprävention‘. Erste Zahlen aus Hannover weisen trotzdem darauf hin, dass 2025 besonders viele Drogentoten zu beklagen sein werden. Die Todesdroge Fentanyl und andere ähnliche Substanzen breiten sich immer weiter aus. Hier muss endlich aktiv eingegriffen werden – zum Beispiel mit einem Abwassermonitoring auf Drogenabbauprodukte, und durch verstärkte Polizeiarbeit, um die kriminellen Strukturen im Handel mit den verbotenen Rauschmitteln zu zerstören. Und natürlich ist der Konsum von Cannabis viel zu schädlich, um ihn auch nur teilweise zu erlauben. Die Legalisierung muss umgehend zurückgenommen werden.“
Delia Klages