Wie weit müssen Patienten in Niedersachsen tatsächlich bis zum nächsten Facharzt, Zahnarzt oder Notdienst fahren? Wie viele Praxen wurden geschlossen, ohne Nachfolger zu finden? Und wie schnell trifft im Notfall Hilfe ein? Eine Anfrage der AfD
zeigt: Die Landesregierung kann zentrale Fragen zur medizinischen Versorgung nicht beantworten (Drucksache 19/10499).
Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Landesregierung beschreibt die Versorgungslage in Niedersachsen als weitgehend gut – verfügt aber gleichzeitig über keine belastbaren Daten zu zentralen Bereichen der medizinischen Versorgung. Das ist gesundheitspolitischer Blindflug. Besonders alarmierend ist, dass offenbar nicht einmal landesweit erfasst wird, wie rasch der Rettungsdienst im Notfall tatsächlich eintrifft. Gerade im ländlichen Raum erwarten die Menschen zu Recht verlässliche Informationen darüber, wie schnell medizinische Hilfe verfügbar ist. Zugleich zeigt sich ein deutlicher Strukturwandel im Gesundheitswesen. Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren ist seit 2015 von 247 auf 438 gestiegen. Viele dieser Einrichtungen konzentrieren sich auf größere Städte, während wohnortnahe Strukturen im ländlichen Raum zunehmend unter Druck geraten. Wer die tatsächliche Versorgungslage ernsthaft bewerten will, braucht endlich transparente und flächendeckende Daten – statt pauschaler Beschwichtigungen.“
Delia Klages
