Delia Klages zum Regionalen Gesundheitszentrum Ankum: „Die Menschen brauchen Versorgung – doch das Land finanziert am Bedarf vorbei“

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Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD (Drucksache 19/11530) lässt zentrale Fragen zur Zukunft des Regionalen Gesundheitszentrums Ankum-Bersenbrück offen. Trotz 7,35 Millionen Euro öffentlicher Förderung liegt die ausgewiesene stationäre Auslastung 2026 je nach Fachrichtung lediglich zwischen zwei und sechs Prozent.

Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Gesundheitsminister Philippi hat Regionale Gesundheitszentren als zukunftsfähiges Versorgungsmodell für den ländlichen Raum bezeichnet und für Ankum sogar ein Zentrum modernster medizinischer Grundversorgung versprochen. Nicht einmal den Fortbestand bis Ende 2028 kann seine Landesregierung heute verbindlich zusichern. Stattdessen erwägt sie, die kaum genutzte stationäre medizinische Einheit durch ein erweitertes pflegerisches Angebot zu ersetzen. Das kann angesichts der niedrigen Auslastung sinnvoll sein – wäre aber eine grundlegende Abkehr vom bisherigen Konzept. Die Landesregierung muss deshalb ehrlich bilanzieren, warum der stationäre Bereich am Bedarf vorbeigeht und wie die stark nachgefragte ambulante Versorgung dauerhaft gesichert werden soll.“

Delia Klages

Dr. Ingo Kerzel, Abgeordneter der AfD-Fraktion aus Freren, ergänzt:

„Entscheidend ist nicht, ob 15 kaum genutzte Betten unverändert fortgeführt werden. Entscheidend ist, ob die Menschen medizinische Hilfe bekommen, wenn sie diese benötigen. Sollte das Gesundheitszentrum neu ausgerichtet werden, müssen die tatsächlichen Bedürfnisse der Region den Ausschlag geben. Darüber darf nicht hinter verschlossenen Türen entschieden werden – die Menschen und die Kommunen vor Ort müssen frühzeitig einbezogen werden.“

Ingo Kerzel