Bildung

Harm Rykena zur aktuellen Pisa-Studie: „Bildungsgerechtigkeit darf nicht heißen, dass alle gleich schlecht sein sollen!“

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Vom „Pisa-Schock“ ist die Rede (NiedersachsenMetall), von einem „dramatischen Lernverlust“ (die Zeit) und von einem „historischen Tiefstand“ (der Spiegel): Rund 6.700 15-jährige Schüler in Deutschland wurden auf ihre Fähigkeiten im Lesen, in der Mathematik und den Naturwissenschaften getestet. Sie schneiden in der aktuellen Pisa-Bildungsstudie der OECD so schlecht ab wie nie zuvor. Einem Viertel der getesteten Jugendlichen fehlten Basiskompetenzen in Naturwissenschaften. In Lesen und Mathematik galt es für ein Drittel

Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Das Bildungsdesaster wächst ins unermessliche, und nun geht die Suche nach den Ursachen los – sollte man meinen! Aber wie immer hält man an der falschen Ideologie fest und lässt die wahren Gründe außen vor. Die hat man nämlich selbst zu verantworten. Erstens: Die falsche Migrationspolitik. Wenn über den Familiennachzug zehntausende Schüler aus bildungsfernen Kulturkreisen und noch dazu ohne ausreichende Sprachkenntnisse in unsere Schulen strömen, überlastet es das System, zwangsläufig. Schon heute gibt es Klassen mit mehr als 90 Prozent Migrationsanteil. Landesweit liegt der Migrantenanteil an unseren Schulen mittlerweile bei etwa 50 Prozent, Tendenz weiter stark steigend.

Zweitens muten wir unseren Kindern die falsche Pädagogik zu. 25 Prozent der Viertklässler können nicht richtig lesen. Tendenz auch hier steigend. Wir senken trotzdem weiter das Niveau, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt. Wir nehmen ihnen nicht das Scheitern. Wir nehmen ihnen die Chance, es rechtzeitig zu merken und den Anschluss an die Welt nicht zu verlieren. Bildungsgerechtigkeit wird heute als alle sind gleich verstanden, zur Not halt eben auch gleich schlecht.

All das ist seit 2001, dem Erscheinen des ersten PISA-Tests, bekannt. Doch man zog die falschen Schlüsse. Ein Großteil der seitdem eingeführten Reformen führte nur dazu, das Problem weiter zu vergrößern. Eine tiefgreifende Bildungswende ist nötig wie nie zuvor.“

Harm Rykena

Abgeordneter