Sein jüngstes Opfer war erst neun Jahre alt. Vor dem Landgericht in Bückeburg hat ein Missbrauchsprozess gegen einen 66-Jährigen aus Rinteln begonnen. Der Mann, so der Vorwurf, gab sich in Chats als Jugendlicher aus und nötigte Kinder, ihm Nacktfotos zu schicken. Einige der Opfer, deren Vertrauen er sich erschlichen hatte, versuchte er wohl sogar zu einem Treffen zu überreden. Die Polizei fand zudem rund 18.000 Kinderpornos auf seinen Geräten. Der Mann hat in früheren Jahren als Erzieher gearbeitet. Der nächste Verhandlungstermin in Bückeburg ist für Montag angesetzt.
Dazu Vanessa Behrendt, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Ein Verbrechen, dessen Ausmaße und Abscheulichkeit fassungslos machen. Wer so etwas tut, gehört mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft. Eine Gefahr darf von diesem Menschen niemals wieder ausgehen.
Dringend muss aber auch geklärt werden, wie wir unsere Kinder besser schützen. Die AfD-Fraktion hat bereits vor zwei Jahren einen 16-Punkte-Schutzplan gegen Kindesmissbrauch vorgelegt. Wir fordern darin unter anderem, dass Personen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, jährlich anhand eines aktuellen erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses überprüft werden. Jugendämter, Ermittlungsbehörden und Gerichte müssen zudem besser zusammenarbeiten, um Koordinierungsprobleme und Informationsdefizite auszuschließen. Ein landesweites System sollte den Opfern effiziente finanzielle und betreuende Hilfestellung bieten.
Ebenfalls im 16-Punkte-Schutzplan gegen Kindesmissbrauch enthalten: Kitas, Jugendeinrichtungen und Schulen endlich zu untersagen, dass unsere Kinder mit verstörenden, in keiner Weise altersgerechten sexuellen Inhalten konfrontiert werden.“
Vanessa Behrendt
