Mit einer „Sperrliste Youtube-Werbung“ wendete sich die linke Kampagnen-Organisation Campact an verschiedene Unternehmen. 62 Youtube-Kanäle hätten die „Aktivisten“ unter anderem als direkte oder indirekte Unterstützer der AfD erkannt. Auch der Auftritt der niedersächsischen AfD-Fraktion mit derzeit 44.000 Abonnenten ist aufgeführt. Die angeschriebenen Unternehmen werden aufgefordert auf den genannten Kanälen ihre Werbung zu sperren. Ein Ultimatum sollte den Gehorsam beschleunigen. Die Drohung einer Kampagne gegen unbotmäßige Unternehmen schwingt mit. Die Welt berichtete als erstes über den Skandal.
Dazu Jens-Christoph Brockmann, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die einen erpressen Schutzgeld, die anderen politisches Wohlverhalten. Beides sind Gangstermethoden! Uns persönlich droht kein Schaden, weil wir unseren YouTube-Kanal nicht monetarisieren. Für unabhängige Journalisten und Betreiber politischer Medienangebote kann eine solche Kampagne allerdings erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Sabotiert wird ebenso die politische Kultur in unserem Land. Eine freie Gesellschaft muss aushalten, dass unterschiedliche politische Positionen öffentlich vertreten werden. Wer unliebsame Meinungen nicht widerlegen kann, sollte nicht versuchen, ihren Verbreitern die wirtschaftliche Grundlage zu entziehen. Das gilt gerade auch für politische Medien, die nicht dem etablierten Meinungsspektrum entsprechen – sei es nun von linker oder rechter Seite. Demokratie lebt vom offenen Wettbewerb der Argumente und nicht von Gruppierungen, die sich ihre Methoden anscheinend bei der organisierten Kriminalität abgeschaut haben.“
Jens-Christoph Brockmann
