Bildung

Harm Rykena zum HAZ-Interview der Kultusministerin: „2000 Kinder stürzen bereits in der ersten Klasse ab, aber Julia Willie Hamburg wähnt sich weiter auf dem richtigen Weg!“

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Im Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) versucht Kultusministerin Julia Willie Hamburg herunterzuspielen, dass immer mehr Kinder in Niedersachsen bereits in der ersten Klasse scheitern. Rund 2000 Schüler hatten zuletzt eine Versetzung nicht geschafft, meldete die HAZ.

Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„2000 Kinder stürzen bereits in der ersten Klasse ab, aber Julia Willie Hamburg wähnt sich weiter auf dem richtigen Weg! Ein Erkenntnisproblem habe man nicht, befindet sie. Anders ausgedrückt: Vor den Ursachen dieser unheilvollen Entwicklung verschließt sie lieber die Augen. Tatsächlich fehlen vielen ABC-Schützen schlicht die Kulturtechniken. Präziser Umgang mit Stift und Schere, Zuhören und Stillsitzen gehören beispielsweise dazu. Grundvoraussetzung ist es natürlich zudem, die deutsche Sprache ausreichend zu beherrschen.

Zwar gibt es die von der Kultusministerin angesprochenen Sprachtests. Deren Ergebnis hat aber quasi keine Konsequenzen. In Niedersachsen gibt es keine Sprachförderung, die diesen Namen verdient. Die sogenannte ‚alltagsintegrierte Sprachbildung‘ verpflichtet die Kitas zwar zu einigem Aktionismus, nicht aber zu Ergebnissen. Was passiert, wenn Kinder nach eineinhalb Jahren Kitabesuch nicht ausreichend Deutsch sprechen? Nichts. Sie werden einfach eingeschult.

Auch das Startchancenprogramm, auf das Julia Willie Hamburg – mal wieder – verweist, ist nur eine Scheinlösung. Ausgerechnet die dringend benötigten zusätzlichen personellen Ressourcen sind nur in minimalem Umfang vorgesehen. Dagegen müssen umfangreiche weitere Aufgaben zur Schulentwicklung bewältigt werden. Als wenn der Status als Brennpunktschule seine Ursachen nicht im sozialen Umfeld des Schuleinzugsgebietes hätte. Die Massenmigration inklusive Familiennachzug sorgt für bildungsferne Haushalte. Solange sie nicht begrenzt wird, ändert sich nichts daran, dass Kinder ihre Schullaufbahn mit null Startchancen beginnen.“

Harm Rykena

Abgeordneter