Eine Reihe getöteter und verletzter Schafe lassen vermuten, dass der Wolf sich nun auch im südlichen Niedersachsen ausbreitet. In der Nacht vom 29. auf den 30. August kam es im Bereich des Versuchsgutes Relliehausen bei Dassel im Landkreis Northeim zu einem schweren Rissereignis. Bis zu einem Dutzend Schafe sollen getötet oder verletzt worden sein. Eine abschließende amtliche Bestätigung steht noch aus.
Das Versuchsgut gehört zur Georg-August-Universität Göttingen. Betrieben wird dort unter anderem die Herdbuchzucht des Leineschafs, einer Haustierrasse, die als stark gefährdet gilt.
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Im nördlichen Niedersachsen gehören solche Rissereignisse leider schon zum Alltag, ohne dass die rotgrüne Landesregierung wirksame Gegenmaßnahmen ergreift. Nach wie vor wird eine Bejagung des Wolfes in dem Umfang, wie es nach Bundesjagdgesetz möglich wäre, in Niedersachsen nicht umgesetzt. Nun beunruhigt und bedrückt es zu sehen, dass solche schlimmen Rissereignisse auch in Südniedersachsen vorkommen. Die Wölfe erobern sich immer neue Regionen unseres Landes. Ihre ungebremste Vermehrung hat blutige Folgen.
Leider steht zu befürchten, dass sich derartige Übergriffe auch im Landkreis Northeim wiederholen werden. Dabei stellt sich auch die Frage der Sicherheit und des Sicherheitsempfindens der örtlichen Bevölkerung und der Touristen. Ich hoffe, dass im Solling schnell und wirksam reagiert wird, um die Zustände im Keim zu ersticken, die weiter im Norden unseres schönen Bundeslandes längst unerträgliche Ausmaße angenommen haben.“
Alfred Dannenberg