Vanessa Behrendt zur AfD-Anfrage über erwerbstätige Senioren: „Kaltschnäuzig wird ausgeblendet, was Menschen mit 70 Jahren ins Arbeitsleben treibt“

von AfD Presse

Fast 40 Prozent der über 70-Jährigen in Niedersachsen sind erwerbstätig. Diese Zahl nannte jetzt die Landesregierung auf Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksache 19/8440). „Ausdrücklich“ wird zudem begrüßt, dass immer mehr Menschen „auch nach Erreichen des Renteneintrittsalters einer Beschäftigung nachgehen“.

Laut statistischem Bundesamt, geben gleichzeitig ein Drittel der erwerbstätigen Rentner an, aus finanzieller Not arbeiten zu müssen.

Dazu Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Wer Erwerbstätigkeit im Alter als Fachkräftepotenzial feiert, ohne die soziale Not dahinter zu sehen, verweigert sich der Realität. Kaltschnäuzig ausgeblendet, wird die Frage, was einen Senior mit 70 Jahren ins Arbeitsleben treibt. Ist es wirklich nur das Gefühl noch gebraucht zu werden oder die Angst vor der nächsten Mietabrechnung? Anscheinend möchte sich die Landesregierung mit dieser Frage nicht beschäftigen. Während sie Zahlen zur Erwerbstätigkeit nennt, liegen zur verdeckten Altersarmut keine Erkenntnisse vor. Regionale Unterschiede werden nicht erfasst, die Belastung durch hohe Wohnkosten bleibt unbeleuchtet. Auch zu gesundheitlichen und psychischen Folgen älterer Beschäftigte schweigt die Landesregierung – obwohl Krankenkassenberichte seit Jahren auf Risiken hinweisen. Für Senioren gibt es keine jährlichen Pride-Paraden oder andere medienwirksame Lobby-Events, trotzdem brauchen gerade sie eine Politik, die ihnen einen würdigen Lebensabend ermöglicht.“

Vanessa Behrendt