Umwelt

Ingo Kerzel zu den Vermoorungsplänen von Christian Meyer: „Zurück in die sumpfige Vergangenheit – das Umweltministerium im Wiedervernässungs-Wahn!“

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Umweltminister Christian Meyer hält Moore für „Superhelden des Klimaschutzes“. Tausende Hektar Fläche, die in Niedersachsen einst in fruchtbares Ackerland verwandelt wurden, sollen daher zurückvernässt werden. Bei einer Diskussionsveranstaltung in Resse bei Hannover bekräftige Meyer gestern Abend noch einmal seine Pläne. Kurz zuvor hatte er ein Projekt besichtigt, in dem für 34 Millionen Euro 1.840 Hektar vermoort werden sollen.

Dazu Dr. Ingo Kerzel, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Pläne zur Wiedervernässung existieren schon länger und mittlerweile pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass die Landwirtschaft weichen soll. Unsere Bauern werden nicht eingebunden, sondern sollen verschwinden. Sie stören den geplanten Rückschritt in die sumpfige Vergangenheit. Es soll wieder zurück in die Zeit vor dem 17. Jahrhundert gehen. Damals schuf Deutschland aufgrund der steigenden Bevölkerungszahl landwirtschaftliche Flächen, um die Menschen zu ernähren, und um ihnen Bebauungsplätze zur Verfügung zu stellen. Heute sollen die Landwirte mit sogenannten Paludikulturen ihr Leben fristen. Als Moor-Bauern sollen sie allen Ernstes Schilf ernten und Wasserbüffel züchten!

Abzulehnen ist auch, dass die Landesforsten in den Wiedervernässungs-Wahn eingebunden werden. Sie haben eine klare Kernaufgabe: Wälder bewirtschaften, pflegen und entwickeln. Sie dürfen nicht zum politischen Instrument einer einseitigen Flächenpolitik werden, die am Ende vor allem zulasten der Menschen im ländlichen Raum geht.

Festzuhalten bleibt zudem: Während im Umweltministerium das Sumpffieber grassiert, werden existierende Moore vernachlässigt und kaum gepflegt.“

Ingo Kerzel

Abgeordneter