Die Bildzeitung machte den Justizskandal publik. Ein verurteilter Pädokrimineller nutzte wohl Hafterleichterungen, Freigang und Sonderurlaub, um schwerste Straftaten zu begehen. Er soll einen 12-Jährigen vergewaltigt haben. Eventuell gibt es weitere Missbrauchsopfer. Auch über soziale Medien nahm er Kontakt zu Kindern auf, verlangte Nacktbilder und versuchte wohl, seine Opfer zu sexuellen Handlungen zu zwingen.
Die Jugendkammer des Landgerichts Hannover hatte den heute 23-jährigen im Jahr 2021 unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die Richter hielten ihn für hochgefährlich, heißt es in der Bild. Er saß unter anderem in der Jugendanstalt Hameln ein
Dazu Vanessa Behrendt, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Ein Fall, der alle Dimensionen sprengt. Er steht für das Totalversagen des Systems aus Psychologen, Therapeuten und Gutachtern. Ja, Resozialisierung von Straffälligen ist ein Grundrecht und kann Vollzugslockerungen umfassen. Hier aber wurden einem hochgefährlichen Menschen die Gefängnistüren geöffnet. Er hat Kindern wiederholt schreckliches Leid angetan.
Haftlockerungen gab es sogar, nachdem Justizvollzugsbeamte auf seinem Handy Kontaktversuche zu Kindern feststellten! Offenbar herrscht unter den Verantwortlichen im Justizvollzug eine Kultur der falschen Milde und des Wegschauens. Beides endet zu oft in der Katastrophe. Der Umgang mit Pädokriminellen im Strafvollzug muss gründlich auf den Prüfstand.“
Vanessa Behrendt
