Thorsten Moriße zum bedrohten Nationalpark Wattenmeer: „Naturparadies oder Industriekulisse?“

von AfD Presse

„Schutzversprechen einlösen statt Industrialisierung vorantreiben“ – so lautet die Forderung der AfD in einer Dringlichen Anfrage, die sie anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer auf die Tagesordnung des Plenums gesetzt hatte. Offshore-Ausbau, Kabeltrassen, großräumige Baumaßnahmen und deren Auswirkungen bedrohen das Wattenmeer.

Dazu Thorsten Moriße, tourismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Umweltminister Meyer stellt die sogenannte Klimakrise als größte Bedrohung für das Wattenmeer dar und begründet damit einen beschleunigten Offshore-Ausbau: Windenergie soll fossile und angeblich klimaschädliche Energien ersetzen. Auch wenn die Anlagen außerhalb der Grenzen des Nationalparks entstehen, sind indirekte Auswirkungen nicht unwahrscheinlich: Kabeltrassen durchqueren das Wattenmeer, zusätzlicher Schiffsverkehr sowie Bauarbeiten können Lärm- und Sedimentveränderungen verursachen. Ein dynamisches Ökosystem wie das Wattenmeer reagiert auf solche Eingriffe – das lässt sich nicht wegdiskutieren. Vierzig Jahre nach der Ausweisung des Nationalparks stellt sich daher die Grundsatzfrage: Soll er vorrangig Schutzraum bleiben oder zunehmend zur Begleitkulisse einer industriellen Energielandschaft werden? Die AfD fordert eine klare Priorität für den Naturschutz und eine ehrliche Bilanz der bisherigen Politik. Der Schutz des Weltnaturerbes muss Leitprinzip bleiben und darf nicht hinter politische oder ideologische Zielsetzungen zurücktreten.“

Thorsten Moriße