Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass der geplante Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber im hannoverschen Stadtteil Wülfel vom Tisch sei. Zuvor hatte die Fraktion der AfD seit 2023 (Drucksachen 19/3088, 19/3294, 19/5534, 19/9135) beharrlich nach dem Planungsstand gefragt und versucht, die Planungen an die Öffentlichkeit zu bringen.
Dazu Stephan Bothe, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag:
„Möglichst still und heimlich wollten Land und Stadt Hannover die Bürger in Hannover-Wülfel – wie zuvor bereits an anderen Standorten, etwa in Hildesheim – vor vollendete Tatsachen stellen. Das Vorhaben war von besonderer Brisanz: Geplant war ein dauerhafter Standort zur Erstaufnahme für mindestens 15 Jahre mit einer Kapazität von 750 Plätzen. Auf meine erste Anfrage im November 2023 folgten ausschließlich ausweichende und vage Antworten. Verwiesen wurde auf angebliche vierjährige Vorplanungen in Hannover, eine landesweite Standortsuche, rechtliche Prüfungen und Markterkundungen. Mit diesen Allgemeinplätzen ließen wir uns jedoch nicht abspeisen und fragten konsequent weiter nach. Plötzlich wurde die vermeintliche „Vorplanung“ sehr konkret. In ihrer Antwort vom November 2025 verwies die Landesregierung auf Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 102 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Dass ein Vertragsabschluss noch nicht 2025 erfolgen konnte und erst für 2026 vorgesehen sei, wurde mit zeitlichen Verzögerungen begründet. Wie weit das Projekt in Wülfel tatsächlich fortgeschritten war, kam somit erst durch unsere Anfragen ans Tageslicht. Anschließend setzte die mediale Berichterstattung ein – zunächst durch die ‚Neue Presse‘ und Radio 21 am 5. Dezember 2025, danach durch die ‚Hannoversche Allgemeine Zeitung‘ am 16. Dezember 2025. Es folgte massive Kritik der betroffenen Bürger. Durch unsere Oppositionsarbeit, die mediale Aufmerksamkeit und das Engagement vor Ort konnte diese fatale Fehlentscheidung letztlich verhindert werden. Wir brauchen in Niedersachsen keine Aufnahmeeinrichtungen in unseren Städten für mehrheitlich erfolglose Asylbewerber, sondern Ausreisezentren in Flughafennähe!“
Stephan Bothe