Während Innenministerin Daniela Behrens den Fans immer strengeren Regeln für den Besuch von Fußballspielen auferlegen möchte, fragte die AfD-Fraktion nach tatsächlichen Zahlen und Einschätzungen zum jüngsten „Hochrisiko Spiel“, dem Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig am 26. Oktober.
Dazu Stephan Bothe, innen- und sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag:
„Die vorgelegten Zahlen bestätigen die Einschätzung der Fanverbände. Ministerin Behrens lebt in einer ‚eigenen, gefühlten Realität‘! Bestätigt wird auch ein bundesweiter Trend. Wie die Daten der polizeilichen ‚Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze‘ belegen, sinken sowohl die Anzahl der Verletzten als auch die eingeleiteten Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Fußballspielen – und das trotz steigender Zuschauerzahlen.
Im Rahmen des besonders emotionalen Niedersachsenderbys hat sich innerhalb von nur drei Jahren die Anzahl der eingesetzten Polizeivollzugsbeamten und deren Einsatzstunden fast halbiert. Die Einsatzkosten sind von 2022 bis 2025 um knapp 600.000 Euro auf 781.000 gesunken. Ausnahme vom langjährigen Trend zum friedlichen Sporterlebnis: Als die von der Innenministerin geforderten Zuschauerbeschränkung eingeführt wurde, und die Fanszene daraufhin zum Spielboykott aufrief, stiegen sowohl die Anzahl der eingesetzten Beamten als auch die der Verletzten und eingeleiteten Ermittlungsverfahren wieder an. Sicherheitsexperten überrascht das allerdings kaum. Im Stadion sind die wenigen gewaltbereiten Fans leichter zu kontrollieren als abseits der Stadien.
Trotz des offensichtlichen Scheiterns der repressiven Strategie der Innenministerin bilanziert ihr Haus ‚eine grundsätzlich positive Bewertung der ergriffenen Maßnahmen‘. Mehr Realitätsverweigerung geht kaum. Was noch auf die Fußballfans in Niedersachsen zukommt, ist kaum abzusehen, denn ‚weiterhin nicht hinnehmbar‘ sind für die Landesregierung unter anderem: ‚beleidigende Banner‘. Ab den Oberligen dürften dann wohl kaum noch Fußballspiele ausgetragen werden, wenn dieses Vorhaben ernsthaft umgesetzt würde.
Liebe niedersächsische Fußballfans, falls ihr weiterhin ein Stadionerlebnis haben wollt, sorgt bei der kommenden Landtagswahl für entsprechende Mehrheitsverhältnisse. Eine Alternative für Behrens ist wählbar und nötiger denn je!“
Stephan Bothe