Der gewaltsame Tod des Zugbegleiters in einem Regionalexpress bei Kaiserslautern wirft ein düsteres Schlaglicht auf die Sicherheitslage im Bahnverkehr. Auch in Niedersachsen etwa im Großraum Braunschweig ist die Entwicklung alarmierend. Aus der Polizeilichen Eingangsstatistik (PES) der Bundespolizei geht hervor, dass an den 19 größten Bahnhöfen und Haltepunkten der Region die Zahl der registrierten Straftaten von 289 im Jahr 2021 auf 612 im Jahr 2024 gestiegen ist – ein Plus von über 110 Prozent. Auf den Zugstrecken im Großraum Braunschweig erhöhte sich die Zahl der Delikte im selben Zeitraum von 134 auf 473 und hat sich damit mehr als verdreifacht.
Dazu Stefan Marzischewski, stellvertretender Innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag:
„Die Fahrt mit der Bahn, das Betreten eines Bahnhofes wird zum Gefahrentrip und zur Angstpartie! Zu Recht fühlen sich viele Bürger – besonders Frauen und ältere Menschen – nicht mehr geschützt. Was fehlt, sind moderne Sicherheitskonzepte, konsequente Strafverfolgung und schnelle, spürbare Sanktionen. Stattdessen werden in Niedersachsen seit Jahren Initiativen zur Stärkung der inneren Sicherheit abgelehnt oder verschleppt. Tiefgreifende gesellschaftliche Probleme werden konsequent ignoriert. Vollmündig verkündete Waffenverbotszonen helfen nicht weiter. Blutige Vorfälle mit Messern oder selbst den bloßen Händen beweisen es immer wieder. Bahn und Bahnhöfe müssen wieder sicher werden – für Beschäftigte wie für Fahrgäste. Dafür braucht es eine klare, konsequente Sicherheitsstrategie statt weiterer Beschwichtigung.“
Stefan Marzischewski