Omid Najafi zur Insolvenz der Vynova Wilhelmshaven GmbH: „Hohe Energiepreise zerstören Industriearbeitsplätze – das ist politisches Versagen“

von AfD Presse

Die Vynova Wilhelmshaven GmbH hat Insolvenz angemeldet, wie mehrere Medien berichten. 360 Arbeitsplätze sind bedroht. Das Unternehmen gehört zur international tätigen Vynova-Gruppe mit Sitz in Belgien und Produktionsstandorten in fünf Ländern. Betroffen ist ausschließlich der deutsche Standort in Wilhelmshaven.

Dazu Omid Najafi, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Die Insolvenz von Vynova ist kein Einzelfall und kein Betriebsunfall, sondern die logische Folge einer gescheiterten Wirtschafts- und Energiepolitik. Ministerpräsident Olaf Lies spricht von Kosten- und Marktdruck – verschweigt aber, dass Landes- und Bundespolitik dafür ursächlich sind. Wer grundlastfähige Kraftwerke abschaltet, Strom künstlich verteuert und energieintensive Industrie mit ideologisch motivierten Vorgaben belastet, treibt Unternehmen aus dem Land. Dass ausschließlich der Standort in Deutschland insolvent ist, während andere Werke der Gruppe im Ausland weiter produzieren, ist ein eindeutiges Alarmsignal. Deutschland ist für energieintensive Industrie zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähig. Die AfD warnt seit Jahren vor dieser Entwicklung. Ohne einen grundlegenden Politikwechsel wird diese Insolvenz nicht die letzte bleiben – mit dramatischen Folgen für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und ganze Regionen.“

Omid Najafi

Thorsten Moriße, Landtagsabgeordneter der AfD-Fraktion aus Wilhelmshaven, ergänzt:

„Für Wilhelmshaven ist diese Insolvenz ein schwerer Schlag. Hier stehen nicht nur 360 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sondern die industrielle Zukunft eines ohnehin strukturschwachen Standorts. Diese Entwicklung ist das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen von SPD, CDU und Grünen, die Ideologie über wirtschaftliche Vernunft gestellt haben. Wenn Arbeitsplätze und Standorte erhalten werden sollen, braucht es endlich einen echten Kurswechsel: bezahlbare und verlässliche Energie, ein Ende der Überlastung durch Abgaben und Steuern sowie eine technologieoffene Energiepolitik. Dazu gehören auch konventionelle Kraftwerke und Kernenergie. Eine aktuelle IHK-Umfrage zeigt, wie dramatisch die Lage ist: Fast die Hälfte der Industrieunternehmen sieht ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Energiewende gefährdet, viele verlagern bereits Kapazitäten ins Ausland. Wer diese Realität weiter ignoriert, nimmt den schleichenden Verlust des Industriestandorts Deutschland bewusst in Kauf.“

Thorsten Moriße