Omid Najafi zu den neuen Enthüllungen über die Meyer-Werft: „Milliarden verbrannt, Verantwortung ungeklärt – Aufklärungsdruck wächst“

von AfD Presse

Mehr als 1,1 Milliarden Euro Verlust innerhalb von drei Jahren, 400 Millionen Euro staatliches Kapital bereits aufgezehrt und eine milliardenschwere Bürgschaft im Risiko – gleichzeitig warnen Wirtschaftsprüfer vor erheblichen Zweifeln am Fortbestand des Unternehmens. Grundlage für diese neuen Erkenntnisse sind interne Unterlagen aus dem Februar 2026. Die „BILD“ konnte sie nach eigenen Aussagen einsehen. Öffentlich wird unterdessen der Eindruck vermittelt, die Sanierung verlaufe planmäßig.

Hintergrund: Die Meyer Werft gehört zu 80 Prozent dem Bund und dem Land Niedersachsen. Der Staat war eingesprungen, nachdem das Unternehmen 2024 in finanzielle Schieflage geraten war.

Dazu Omid Najafi, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Noch am 15. Dezember 2025 wurde eine Auslastung bis weit in die 2030er Jahre gefeiert – keine drei Monate später offenbaren die Zahlen ein völlig anderes Bild. Hier klaffen Anspruch und Realität eklatant auseinander. Wir sehen deutliche Hinweise auf ein strukturell defizitäres System, dessen tatsächlicher Zustand offenbar nicht offengelegt wurde. Wenn gleichzeitig von einer Sanierung ‚auf Kurs‘ gesprochen wird, während sich die Verluste in dreistelliger Millionenhöhe fortsetzen und Wirtschaftsprüfer den Fortbestand des Unternehmens infrage stellen, ist das nicht nur erklärungsbedürftig – es ist ein massiver Widerspruch. Der kurzfristige Rückzug der Finanzchefin verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Es drängt sich die Frage auf, wer hier wann was wusste – und warum die Öffentlichkeit ein anderes Bild präsentiert bekam. Wir erwarten von der Landesregierung eine unverzügliche und vollständige Aufklärung. Sollte diese nicht erfolgen, werden wir sie mit parlamentarischen Mitteln einfordern. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wohin Steuergelder in dieser Größenordnung geflossen sind, welche Annahmen der Sanierung tatsächlich zugrunde liegen und an welchem Punkt dieses Konstrukt ins Wanken geraten ist. Transparenz ist hier keine Option, sondern zwingend erforderlich.“

Omid Najafi