Omid Najafi zu den Auslieferungszahlen von VW: „Hinter einer stabilen Fassade bröckelt der Kern“

von AfD Presse

Der Volkswagen-Konzern hat heute seine Auslieferungszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach hat der Konzern weltweit rund neun Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Rechnerisch hält er damit sein Absatzniveau. Die veröffentlichten Gesamtzahlen zeichnen auf den ersten Blick ein Bild von Stabilität.

Dazu Omid Najafi, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Die Stabilität ist trügerisch. Wer genauer hinschaut, erkennt: Die heute präsentierten Zahlen sind kein Zeichen von Stärke, sondern ein Alarmsignal. Die Kernmarke Volkswagen hat 2025 rund 1,4 Prozent, im dritten Quartal sogar 11,5 Prozent weniger PKW abgesetzt, und Audi verbucht für das gesamte Jahr ein Minus von 2,9 Prozent – ausgerechnet jene Marken, die für Wertschöpfung, industrielle Kompetenz und Zehntausende Arbeitsplätze in Niedersachsen und Deutschland stehen. Gleichzeitig wachsen Skoda um rund fünf Prozent und Seat um fast dreizehn Prozent. Ohne diese beiden Marken wäre die Bilanz des Konzerns 2025 deutlich schlechter ausgefallen. Faktisch wird Volkswagen derzeit von seinen günstigeren Marken getragen – Marken, deren Produktion überwiegend außerhalb Deutschlands stattfindet. Das wirft die zentrale Frage auf, wie wettbewerbsfähig die deutschen Produktionsstandorte unter den heutigen Kosten- und Rahmenbedingungen überhaupt noch sind. Der internationale Wettbewerbsdruck nimmt zugleich rasant zu. Der chinesische Hersteller BYD hat seine Verkaufszahlen in Deutschland verfünffacht und der staatlich gestützte Konzern SAIC drängt mit günstigen Modellen aggressiv in den europäischen Markt. Die Realität ist eindeutig: Volkswagen verliert bei seinen deutschen Kernmarken an Boden. Wenn ausgerechnet die in Niedersachsen verankerte industrielle Basis geschwächt wird, steht mehr auf dem Spiel als eine Konzernbilanz. Wer diese Entwicklung weiter beschönigt, gefährdet Arbeitsplätze, industrielle Substanz und die Zukunft Niedersachsens als Automobil- und Industriestandort.“

Omid Najafi