Aussagen von ZDF-Journalisten zum Mord am US-Aktivisten Charlie Kirk sorgten für Kritik. Elmar Theveßen schrieb Kirk extremistische Positionen zu, die nachweislich unbelegt sind. Moderatorin Dunja Hayali bezeichnete ihn pauschal als „rassistisch, frauen- und menschenfeindlich“ – entgegen journalistischer Sorgfaltspflicht. Dennoch nahm sie ZDF-Intendant Norbert Himmler in Schutz – im Namen der Pressefreiheit. Diese sieht aber ZDF-Reporter Andreas Halbach von innen gefährdet: Bei einer Anhörung im nordrhein-westfälischen Landtag kritisierte er Einschüchterung, mangelnde redaktionelle Unabhängigkeit und vor allem „die Allmacht der Intendanten“.
Dazu Jens-Christoph Brockmann, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Bedrohungen gegen Journalisten sind inakzeptabel. Doch eine Verteidigung im Namen der Pressefreiheit darf kein Freibrief für Fehler und Unwahrheiten sein. Öffentlich-rechtliche Anstalten sind in besonderer Weise zu Neutralität, Sorgfalt und Transparenz verpflichtet. Ausgerechnet Intendant Himmler verteidigt die Pressefreiheit nach außen, während sie im Innenverhältnis durch Machtmissbrauch und Einschüchterung mit Füßen getreten wird. Damit riskiert er die Glaubwürdigkeit des ZDF und der Öffentlich-Rechtlichen insgesamt. Wer Schutz verspricht, aber Falschdarstellungen nicht aufklärt, verliert zudem seine Legitimation. Norbert Himmler muss umgehend Transparenz schaffen – oder den Weg für einen Neuanfang an der Spitze des ZDF freimachen.“
Jens-Christoph Brockmann