Die Mitgliedszahlen der katholischen und der evangelischen Kirchen in Deutschland sinken weiter. Ende 2025 gehörten noch rund 36,6 Millionen Menschen der evangelischen oder katholischen Kirche an – ein Minus von etwa 1,2 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Besonders deutlich wird der Rückgang in Niedersachsen: Laut Medienberichten fiel das Bistum Hildesheim erstmals unter die Marke von 500.000 Mitgliedern.
Dazu Jens-Christoph Brockmann, religionspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die großen Kirchen verlieren immer mehr Mitglieder – und ihre Führung entfernt sich zunehmend von den Gläubigen. Von politischer Aktivität etwa bei der Seenotrettung über das rechtlich umstrittene Kirchenasyl bis hin zu anstößigen Aktionen – etwa ein Drag-Queen-Auftritt beim Kirchentag, eine Jesus-Figur in einer Schleimblase oder eine Poledance-Show: Zu oft entsteht der Eindruck, dass die Kirchen zu linken Vorfeldorganisationen geworden sind und sich immer weniger mit ihrem eigentlichen Auftrag der Glaubensvermittlung beschäftigen. Entsprechend sinkt die Bereitschaft, Kirchensteuer für Inhalte zu zahlen, die die Menschen weder nachvollziehen können noch als Ausdruck ihres Glaubens und ihrer Lebenswirklichkeit empfinden. Kirchenaustritte könnten Anlass für eine ehrliche Selbstreflexion sein und zu einem echten Dialog über die Erwartungen der Mitglieder bewegen. Doch solange linkswoke Debatten und rein kirchliche Interessen mehr zählen als die Bedürfnisse nach spiritueller Orientierung und Gemeinschaft, wird sich am Abwärtstrend nichts ändern.“
Jens-Christoph Brockmann