Heute tritt Hendrik Lünenborg das Amt des NDR-Intendanten an. Er folgt auf Joachim Knuth. Als langjähriger NDR-Mitarbeiter wurde Lünenborg im Mai gewählt – der NDR-Rundfunkrat traut ihm zu, das Haus „zukunftsfest“ aufzustellen. Handlungsbedarf besteht auch in der Art der Berichterstattung: Immer wieder fällt der NDR auch durch manipulative Beiträge auf, zum Beispiel wenn linke oder grüne Politiker den Zuschauern als zufällig interviewte Passanten verkauft werden.
Dazu Jens-Christoph Brockmann, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Auf Lünenborg warten große Aufgaben – von den Änderungen am Rundfunkstaatsvertrag bis zur Einstellung von Radiosendern. Enttäuschend ist allerdings, dass der NDR nur einen internen Kandidaten berücksichtigte und damit dringend nötige externe Perspektiven und frischen Wind ausschloss. Nun wird sich zeigen, ob Lünenborg als ‚Eigengewächs‘ den Mut hat, die überfälligen Reformen entschlossen anzugehen. Dazu gehört unter anderem auch, endlich auf tendenziöse Formate wie ‚Die 100 – Was Deutschland bewegt‘ zu verzichten. Finanzielle Verantwortung gehört ebenfalls auf die Agenda. Lünenborgs Vorgänger Joachim Knuth verzichtete auf ein Viertel seiner Altersversorgung – immerhin 1,6 Millionen Euro – und setzte damit ein Zeichen für den sparsameren Umgang mit dem Rundfunkbeitrag. Es gilt, den NDR schlanker, effizienter, transparenter und bürgernäher zu machen – hin zu einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der seinem Auftrag gerecht wird.“
Jens-Christoph Brockmann