Die ZDF-Geschäftsleitung untersagte einen Auftritt des Rappers Danger Dan und des Pianisten Igor Levit in der Satiresendung „Die Anstalt“. Der Song „Keine Angst“ des Sängers könne als Aufruf zur Gewalt verstanden werden, zitiert der Spiegel eine ZDF-Sprecherin. Damit stünde er im klaren Widerspruch zu den Programmrichtlinien des ZDF.
Dazu. Jens-Chrstoph Brockmann, medienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Kunstfreiheit ist in Deutschland zu Recht weit gefasst. Dinge, die eindeutig als Satire zu erkennen sind – wie etwa jüngst beim Kabarettisten Uwe Steimle – sollten deshalb grundsätzlich straffrei sein. Die Kunstfreiheit umfasst aber keine Anleitung zur Gründung von Terrorzellen oder kriminellen Vereinigungen. Sie haben daher im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nichts zu suchen.
Das ZDF hat nun in letzter Minute die Notbremse gezogen. Ungesendet bleibt ein lupenreiner Aufruf zur Selbstjustiz, eine siebenminütige Anleitung, wie Menschen körperlich und gesellschaftlich fertig gemacht werden. Im Fadenkreuz steht jeder, der aus linker Sicht, die falsche Gesinnung hat. Der Song delegitimiert zudem Staat und Polizei. Die brutalen Verbrechen der Hammerbande werden verherrlicht. Selten wurde ähnlich menschenverachtendes und bösartiges am Klavier vorgetragen.
Man fragt sich, wie es sein kann, dass-ZDF-Redakteure solche Piano-Terroristen einladen. Was für ein Meinungsklima muss dort herrschen? Noch etwas verstört: Starpianist Igor Levit sollte am Auftritt mitwirken. Er ist Professor für Klavier an der Musikhochschule Hannover. Wir fordern ihn auf, sich umgehend von diesem Text zu distanzieren oder seine Professur aufzugeben. Wer so eindeutig unseren Rechtsstaat ablehnt, sollte ihn nicht als Hochschullehrer vertreten!“
Jens-Christoph Brockmann
