Die Klimakrise sei auch eine Wasserkrise, meint Umweltminister Christian Meyer. Mit einem „Masterplan Wasser“ soll sich Niedersachsen auf die Folgen zunehmender Hitzewellen, Trockenheit und Extremwetter vorbereiten. Es geht unter anderem um Wassersparen, Entsiegelung, Hochwasserschutz und Renaturierung von Gewässern und Auen.
Dazu Dr. Ingo Kerzel, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Angstminister Meyer beschwört in einem Atemzug drohende Sturmfluten, Überschwemmungen, Starkregen und wüstenartige Dürre herauf. Sein ‚Masterplan Wasser‘ soll helfen. Neu ist er nicht. Das „große Werk“ – O-Ton Meyer – wurde bereits vor einem Jahr präsentiert. Vielleicht hofft der Minister darauf, dass die hochsommerlichen Temperaturen in diesem Jahr für eine wohlwollendere Aufnahme sorgen. Die negativen Aspekte überwiegen allerdings. Selbstverständlich muss Wasser gespart werden, wenn es die Situation erfordert. Mit dem „Masterplan“ wird aber ein kompliziertes Verteilungskonstrukt geschaffen. Letztlich bekommt derjenige das meiste Wasser, der es bezahlen kann oder zum Beispiel im entsprechenden Verband Mitglied ist. Die Entgelte werden weiter steigen. Dabei sind die Deutschen schon lange Weltmeister im Wassersparen. Bitter wird es auf kommunaler Ebene. Dort muss der ‚Masterplan‘ umgesetzt werden. Das erfordert mehr Bürokratie und Überwachung. Eine dauerhafte Vollzeitpersonalstelle in den Landkreisen und kreisfreien Städten schreibt schon das Landes-Klimagesetz vor!
Entsiegelung und Begrünung sind dagegen sinnvoll – Renaturierung auch. Etwa da, wo Siedlungen in Hochwassergebieten angelegt wurden. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat gezeigt, welche schrecklichen Folgen das haben kann. Ausgerechnet hier aber scheint das Augenmerk für solche Risiken zu fehlen.“
Ingo Kerzel
