Der Philologenverband Niedersachsen (PHVN) hat in der Agenda 2035 seine Positionen zu zentralen Fragen des Schulsystems formuliert. Das Papier behandelt unter anderem Abiturstandards, die Ausgestaltung der gymnasialen Oberstufe, Digitalisierung, Inklusion und die inhaltliche Ausrichtung schulischer Bildung.
Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Agenda 2035 zeigt: Die Kritik an der aktuellen Bildungspolitik kommt längst nicht mehr nur von der Opposition, sondern aus der Mitte der Lehrerschaft selbst. Der Philologenverband bestätigt in zentralen Punkten, was wir seit Jahren sagen: Leistungsprinzip, fachliche Tiefe und klare Strukturen sind unverzichtbar für funktionierende Gymnasien. Der Verband fordert ausdrücklich hohe Standards und die Sicherung des Niveaus im Abitur – genau jene Punkte, die die AfD seit Jahren gegen die Politik der Landesregierung verteidigt. Besonders bemerkenswert ist die klare Kritik an der zunehmenden ideologischen Überfrachtung von Schule, die Niveau, Vergleichbarkeit und Studierfähigkeit gefährdet. Schule muss ein Ort der Wissensvermittlung bleiben und darf nicht zur politischen Einflussnahme missbraucht werden. Auch bei zentralen Themen wie Digitalisierung, Inklusion und Oberstufenstruktur zeigt sich Übereinstimmung: Technik ersetzt keine Bildung, überforderte Inklusion darf nicht zulasten von Schülern und Lehrkräften gehen, und die gymnasiale Oberstufe braucht klare fachliche Strukturen statt beliebiger Wahlkombinationen. Wer Bildung verwässert, schwächt am Ende die Zukunftschancen unserer Kinder. Die fachlich fundierten Positionen des Philologenverbandes dürfen nicht länger ignoriert werden. Die AfD fordert die Landesregierung auf, die in der ‚Agenda 2035‘ formulierten Positionen ernst zu nehmen und die geplanten Reformen – insbesondere in der gymnasialen Oberstufe – grundlegend zu überarbeiten.“
Harm Rykena