Kurz vor Beginn der Osterferien am Montag, 23. März, hat Kultusministerin Julia Willie Hamburg ihren diesjährigen Osterbrief versandt. Die Rede ist von „Modernisierung“, von „guter und gerechter Bildung“ sowie von einer „klaren Qualitätsoffensive“. Die Realität sieht völlig anders aus.
Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Was die Ministerin als Fortschritt verkauft, ist bei näherem Hinsehen ein schleichender Abbau klarer Leistungsstandards. Wenn feste Profile in der Oberstufe wegfallen und Fächer beliebig kombiniert werden können, führt das nicht zu mehr Qualität, sondern macht Anforderungen unverbindlicher. Ein Abitur braucht klare Strukturen und nachvollziehbare Maßstäbe – sonst verliert es seine Aussagekraft und Vergleichbarkeit. Statt die drängenden Probleme wie Unterrichtsausfall, Lehrermangel und sinkende Kompetenzen anzugehen, verliert sich die Bildungspolitik in Schlagworten wie ‚Individualisierung‘ und ‚Freiräumen‘. Das ersetzt keine solide Wissensvermittlung. Schule hat einen klaren Auftrag: Bildung durch Leistung. Auch die flächendeckende Ausstattung mit digitalen Endgeräten sehen wir kritisch. Tablets können unterstützen, sind aber kein Allheilmittel. Ohne tragfähige Konzepte drohen eher Ablenkung als Fortschritt. Technik darf Unterricht ergänzen, nicht ersetzen. Zudem birgt die Fokussierung auf sogenannte Demokratiebildung und interkulturelle Themen die Gefahr politischer Einflussnahme. Schule muss eigenständige Urteilsbildung fördern – nicht vorgegebene Leitbilder vermitteln. Neutralität und Fachlichkeit müssen oberste Priorität haben. Niedersachsen braucht eine Rückbesinnung auf die Grundlagen: verlässlichen Unterricht, starke Kernfächer, klare Leistungsanforderungen und ein Abitur, das seinen Wert behält.“
Harm Rykena