286 öffentliche allgemeinbildende Schulen in Niedersachsen weisen einen Migrantenanteil von 35 bis 50 Prozent auf, 278 liegen zwischen 50 und 90 Prozent, 13 sogar über 90 Prozent. Das geht aus der Antwort der rot-grünen Landesregierung auf eine AfD-Anfrage hervor (Drucksache 19/9782).
Damit liegen die Migrantenanteile in vielen dieser Schulen, weit über der Orientierungsspanne von 30 bis 40 Prozent, die selbst Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) zuletzt als „denkbares Modell“ bezeichnet hat.
Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Wir sprechen von hunderten Schulen, in denen der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund deutlich über dem liegt, was selbst auf Bundesebene noch als integrationspolitisch vertretbar gilt. Dennoch behauptet die Landesregierung, ein hoher Migrantenanteil habe keinerlei Auswirkungen auf das Leistungsniveau an unseren Schulen – eine These, die von der Realität im Klassenzimmer längst widerlegt ist. Denn Bildung ist nicht nur eine Frage von Teilhabe, sondern vor allem von Sprache, Lernfähigkeit und Unterrichtsklima. Ohne ausreichende sprachliche Förderung und stabile Lernbedingungen gerät der Bildungserfolg zwangsläufig unter Druck. Dass die rot‑grüne Landesregierung diese Entwicklungen weiterhin als irrelevant oder ‚nicht ursächlich‘ für Leistungsprobleme darstellt, ist realitätsfern und gegenüber Lehrkräften, Eltern und Schülern gleichermaßen zynisch. Viele erleben täglich, wie Deutsch zur Zweitsprache im Klassenzimmer wird und Unterricht dadurch massiv belastet ist. Niedersachsen braucht endlich eine Bildungspolitik, die Leistungsfähigkeit und sprachliche Integration in den Mittelpunkt stellt – statt politischer Relativierung.“
Harm Rykena