In der heutigen Plenarsitzung im Niedersächsischen Landtag forderte die CDU erneut 200 zusätzliche Medizinstudienplätze. Niedersachsen liegt mit nur zehn Plätzen pro 100.000 Einwohner bundesweit am Ende der Skala.
Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die vorhandenen Medizinstudienplätze reichen nicht aus. Wir unterstützen daher die CDU-Forderung: 200 zusätzliche Studienplätze, verbindlich finanziert. Und den Aufbau einer Fakultät in Osnabrück; hier ist die Blockade des SPD-Wissenschaftsministers allerdings ein Affront gegenüber künftigen Ärzten und Patienten. Eine Task Force, wie von der CDU gefordert, schafft jedoch keine Ärzte. Auch das Sachsen-Modell „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ ist absurd: Steuerzahler finanzieren ein Studium in Ungarn – teuer, rechtlich unsicher, ohne Rückkehr-Garantie. Währenddessen erweitern private Hochschulen in Deutschland längst ihr Angebot – staatlich anerkannt, ohne Zulassungsbeschränkung und mit Staatsexamen. Darauf sollte Niedersachsen setzen, statt Geld ins Ausland zu verschenken. Doch eines ist klar: Mehr Studienplätze allein reichen nicht. Würde man die Bürokratie halbieren, könnten Mediziner sofort deutlich mehr Zeit für ihre Patienten aufbringen – das entspräche bundesweit der Arbeitsleistung von rund 30.000 zusätzlichen Ärzten. Zusätzlich braucht es echte Anreize für Niederlassungen im ländlichen Raum. Niedersachsen braucht mehr Studienplätze, weniger Bürokratie – und eine Politik, die endlich Ärzte ermöglicht, statt Ausreden produziert.“
Delia Klages