Laut Statistischem Bundesamt wurden letztes Jahr bundesweit rund 13 Millionen ambulante Notfälle in Krankenhäusern behandelt – durchschnittlich etwa 35600 pro Tag. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2018. Niedersachsen rangiert mit circa 1,13 Millionen Behandlungen im Jahr 2024 oder etwa 3100 Fällen täglich im Mittelfeld.
Dazu Delia Klages, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
Die steigenden Fallzahlen in den Notfallambulanzen sind ein deutliches Alarmsignal. Immer mehr Menschen weichen ins Krankenhaus aus, weil Hausarztpraxen und Bereitschaftsdienste nicht mehr verlässlich erreichbar sind. Gleichzeitig droht, dass Bürger künftig für Rettungseinsätze zur Kasse gebeten werden, weil Krankenkassen Leistungen kürzen – eine gefährliche Entwicklung, die Menschen in akuten Notsituationen vom Notruf abhalten kann und sie unter Umständen in Lebensgefahr bringt. Rettungseinsätze müssen kostenfrei bleiben. Allerdings müssen die Notaufnahmen echten Notfällen vorbehalten bleiben – im Gegenzug muss die ambulante Versorgung spürbar gestärkt werden. Andernfalls droht nicht nur die weitere Überlastung der Kliniken, sondern ein reales Risiko für Menschenleben.
Delia Klages