In Niedersachsen wird der Ausbau der Windkraft weiter vorangetrieben – unabhängig von aktueller Produktionsrealität und ohne Obergrenze. Eine Überprüfung der Ausbauziele trotz hoher Stromproduktion 2025 ist nicht vorgesehen. Stattdessen verweist die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der AfD auf langfristige Klimaziele (Drucksache 19/9651).
Dazu Ansgar Schledde, energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Landesregierung forciert den Windkraftausbau und blendet dabei Bedarf, Netzkapazitäten und Kostenfolgen systematisch aus. Wenn das Stromnetz den erzeugten Strom nicht aufnehmen kann, müssen Anlagen heruntergefahren oder abgeregelt werden. Im Jahr 2024 verursachte das Netzengpassmanagement bundesweit bereits Kosten von rund 2,8 Milliarden Euro. Als führendes Windkraftland trägt Niedersachsen zwangsläufig einen relevanten Anteil dieser Milliardenkosten. Diese Kosten werden über Netzentgelte auf Verbraucher und Unternehmen umgelegt. Je mehr Anlagen ohne ausreichenden Netzausbau entstehen, desto häufiger sind solche Eingriffe nötig – ein Beleg dafür, dass Systemkosten und Infrastrukturentwicklung zwingend mitzudenken sind, statt einen politisch festgelegten Ausbaukurs um jeden Preis fortzusetzen. Industriepolitische und wirtschaftliche Belange einzelner Hersteller und Betreiber dürfen nicht über Netzstabilität und Verbraucherinteressen gestellt werden. Wir fordern einen sofortigen Ausbaustopp – solange Bedarf, Netz und Kostenentwicklung nicht transparent geklärt sind.“
Ansgar Schledde