Windenergie ist ein zentraler Baustein der sogenannten Energiewende. Doch bei den gesundheitlich problematischen und nahezu unzerstörbaren per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in Windkraftanlagen herrscht derzeit Unwissenheit. In ihrer Antwort auf die Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksache 19/8005) räumt die Landesregierung ein, keine Übersicht darüber zu haben, ob und welche PFAS in Windrädern verbaut sind. Ebenso fehlen ihr verlässliche Daten, ob und wie viele PFAS-haltige Partikel in Boden, Wasser oder Ernten durch Abrieb an Rotorblättern gelangen. Gleichwohl erklärt sie, dass keine Maßnahmen notwendig seien.
Dazu Ansgar Schledde, umweltpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Die Schattenseiten der grünen Stromproduktion werden bislang sträflich vernachlässigt – ein Blindflug wider das Vorsorgeprinzip. Studien zeigen, dass durch Erosion an Rotorblättern nicht nur PFAS freigesetzt werden, sondern auch Mikroplastik – laut Fraunhofer-Institut rund 100 Kilo pro Windkraftanlage und Jahr: Echte Ewigkeitschemikalien und quasi-Ewigkeitsstoffe, die sich in Böden, Gewässern und der Nahrungskette anreichern können. Die langfristigen Folgen sind völlig unbekannt. Wer nicht weiß, welche Materialien eingesetzt werden, handelt fahrlässig. Wer den Ausbau der Windkraft dennoch mit aller Macht vorantreibt, ohne die ökologischen Risiken zu erfassen, betreibt Symbolpolitik – und riskiert, dass eine vermeintlich grüne Technologie zur Belastung für kommende Generationen wird. Es braucht dringend eine klare Materialdeklaration der Hersteller, ein Monitoring möglicher Freisetzungen sowie Innovationen bei abriebfesteren Beschichtungen. Vorgeblicher Klimaschutz darf nicht auf einem ökologischen Schuldenberg errichtet werden. Oberste Priorität hat ohnehin die Versorgungssicherheit – und die gibt es nur mit einer grundlastfähigen Stromproduktion.“
Ansgar Schledde