Alfred Dannenberg zum Umgang mit dem Wolf, der eine Frau angriff: „Auffälliges Tier läuft jetzt in Niedersachsen frei herum – wer trägt die Verantwortung?“

von AfD Presse

Ende März kam es im Hamburger Stadtteil Altona zum ersten Wolfsangriff gegen einen Menschen in Deutschland seit der Rückkehr der Tiere im Jahr 1998. Eine Frau wurde in einer Einkaufspassage im Gesicht verletzt. Der Wolf wurde eingefangen, mit einem GPS-Sender ausgestattet und in Niedersachsen wieder freigelassen. Wo er sich aktuell aufhält, teilen die Behörden nicht mit.

Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:

„Ein Wolf, der einen Menschen verletzt, ist kein gewöhnlicher Wildtierfall, sondern ein ernstes Warnsignal. Umso unverständlicher ist es, dass dieses auffällige Tier nicht entnommen wurde. Stattdessen wurde es mit einem GPS-Halsband ausgestattet und wieder freigelassen – ausgerechnet in Niedersachsen. Bis heute ist unklar, in welcher Region sich der Wolf genau aufhält. Gleichzeitig wird behauptet, er werde dauerhaft überwacht. Tatsächlich ist eine lückenlose Kontrolle technisch kaum möglich: Die Akkulaufzeit des Senders ist begrenzt, danach verliert sich die Spur. Im Ernstfall stellt sich außerdem die Frage, wie schnell überhaupt reagiert werden kann. Bis die Behörden nach einer Peilung in der Nähe einer Siedlung handeln, kann das Tier längst Schaden angerichtet haben oder wieder verschwunden sein. Niedersachsen trägt bereits heute die Hauptlast der deutschen Wolfspolitik und kämpft vielerorts mit massiven Problemen durch verhaltensauffällige Wölfe. Dass nun ein weiteres auffälliges Tier hier ausgesetzt wird, ist politisch hochproblematisch. Transparenz ist deshalb zwingend notwendig. Die AfD-Fraktion hat dazu drei Kleine Anfragen zur kurzfristigen Beantwortung an die Landesregierung eingereicht.“

Alfred Dannenberg