Zweifelhafte Agrarimporte bedrohen unsere Landwirte. Es geht um zwei EU-Handelsabkommen: eines mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten, das andere mit der Ukraine. Die AfD-Fraktion setzte das Thema in einer aktuellen Stunde auf die Tagesordnung des Landtages. Die Vertreter von CDU, SPD und Grünen zeigten, wie wenig sie die Nöte der Landwirte interessieren.
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Natürlich bietet das Mercosur-Abkommen für viele Branchen in Europa Vorteile. Das ist gut und richtig. Die Ukraine wiederum wird im Abwehrkampf gegen Russland gestärkt, wenn sie ihre Agrarprodukte im großen Stil in Richtung EU exportieren kann. Dennoch muss für unsere Landwirte nachverhandelt werden. Es sind unter anderem diese unfairen Handelsabkommen, die sie gerade wieder auf die Straße treiben. Es geht um ihre Existenz.
Während die Altparteien in ihrer ganzen Abgehobenheit die Abkommen schönreden, spricht einzig die AfD deren problematische Auswirkungen an. Während sich unsere Landwirte hierzulande an höchste Standards halten müssen, wird Getreide und Fleisch aus fernen Regionen billig und ohne diese Standards importiert. Das drückt hierzulande die Erzeugerpreise unter die Gestehungskosten. Das EU-Parlament mag kurzfristig noch Schutzklauseln beschlossen haben. Unklar ist aber deren Umsetzung. Das Kontrollsystem ist völlig lückenhaft! Auf fragliche Inhaltsstoffe wird nicht flächendeckend geprüft. Es geht um nicht weniger als die Qualität dessen, was wir essen, und um unsere Ernährungssicherheit in immer unsicherer werdenden Zeiten!“
Alfred Dannenberg