Im Kreis Cuxhaven ist die Abschussgenehmigung gegen einen Wolf abgelaufen. Im Interview mit der Nordsee Zeitung macht Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) widersprüchliche Aussagen zur weiteren Vorgehensweise. Gleichzeitig offenbart er ein völlig falsches Bild von Deutschlands Jägern. „Hobbyjäger“, so seine abwegige Befürchtung, könnten in den Landkreis einfallen, um den Wolf zu erlegen.
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
Minister Meyer will künftig Ort und Riss geheim halten, um angeblich eine ‚konsequente Umsetzung‘ von Abschussgenehmigungen zu ermöglichen. Die Betroffenen sollen also schweigen – mit der Folge, dass die Öffentlichkeit bewusst im Dunkeln gelassen wird. Gleichzeitig beruft sich Meyer auf das EU-Recht, das eine Vorab-Veröffentlichung solcher Genehmigungen zwingend vorschreibt. Also doch keine Geheimhaltung. Ein Widerspruch in sich. Konsequentes Handeln sieht anders aus. Der Wolf kann derweil weiter ungehindert Schäden anrichten – während der Minister lieber die Jägerschaft diffamiert. Denn wer von ‚Hobbyjägern‘ spricht, zeigt, wie wenig Respekt er vor einer gesetzlich streng geregelten, anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeit hat. Jeder, der einen Jagdschein besitzt, hat eine umfangreiche Ausbildung durchlaufen, die nur rund 80 Prozent bestehen. Diese Menschen pauschal abzuwerten, ist eine Beleidigung für alle, die ihren Beitrag zum Natur- und Tierschutz leisten. Dafür sollte sich Minister Meyer schämen.
Alfred Dannenberg