Nach einer dramatischen Wolfsattacke mit mindestens 20 getöteten Schafen in Stinstedt im Landkreis Cuxhaven verlangte die AfD-Fraktion in der heutigen Fragestunde im Niedersächsischen Landtag Auskunft über die Maßnahmen zum Schutz der Menschen und der Weidetiere vor Wölfen. Umweltminister Meyer konnte nicht überzeugen.
Dazu Alfred Dannenberg, agrarpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Eine Blutspur im Schnee, tote Schafe mitten im Ort – und Umweltminister Meyer erklärt stolz: ‚Wir handeln‘. Als Beleg verweist er auf die erlegte Fähe in Stinstedt. Dabei nehmen die Rissfälle schneller zu als die Jagderfolge. Auch das neue Bundesjagdgesetz, das heute im Bundestag beschlossen wird, führt Meyer ins Feld. Danach kann der Wolf grundsätzlich vom 1. Juli bis zum 31. Oktober bejagt werden. Doch diese Regelung greift nur, wenn ein Managementplan vorliegt – und genau hier bleibt der Minister Antworten schuldig. Niedersachsen hat bis heute weder eine klare Strategie noch eine Obergrenze für den Wolfsbestand. Ein vernünftiges Wolfsmanagement braucht aber klare Zielgrößen. Ohne eine solche Begrenzung bleibt wirksamer Schutz für Weidetierhalter Illusion. Seit Beginn des noch jungen Jahres 2026 haben Wölfe in Niedersachsen schon wieder rund 200 Weidetiere gerissen! Es bedarf endlich einer aktiven Regulierung des ausufernden Wolfsbestandes.“
Alfred Dannenberg