„Platz machen“ müssen nach der nächsten Landtagswahl, voraussichtlich im Herbst 2027, etliche Abgeordnete der Altparteien. Ihre Sitze im Parlament werden blau! Laut derzeitigen Umfragen dürfte die AfD mit mindestens doppelt so vielen Abgeordneten ins Parlament einrücken. Klar, werden es kluge, tatkräftige Leute mit der richtigen Einstellung für unser Land sein. Damit sie gemeinsam eine schlagkräftige Fraktion bilden, braucht es aber Plan und Struktur.
Die sächsische AfD-Landtagsfraktion hat in dieser Hinsicht große Erfahrung. Unter ihrem Fraktionsvorsitzenden Jörg Urban bringen 40 Abgeordnete plus 45 Mitarbeiter die politische Arbeit der AfD voran und den CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ins Schwitzen. Grund genug für die Niedersachsen den sächsischen AfD-Freunden einmal genauer über die Schulter zu schauen. Der Fraktionsvorsitzende Klaus Wichmann, der Fraktionsgeschäftsführer Frank Hellmold und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ansgar Schledde reisten daher jüngst zu einem dreitägigen Arbeitstreffen nach Dresden. Der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Marcel Queckemeye brachte die Berliner Perspektive ein. Ausgelotet werden sollte auch, inwieweit sich die parlamentarische Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen stärken lässt.
Herzlich war der Empfang. Fraktionschef Urban, der Parlamentarische Geschäftsführer Jan Zwerg, der Fraktionsgeschäftsführer Bernd Lommel und Andre Wendt, Vizepräsident des Sächsischen Landtages, nahmen sich viel Zeit für die Niedersachsen und banden sie gleichzeitig in den Fraktionsalltag ein. Die Besucher waren unter anderem bei der morgendliche Presselage und einer Fraktionssitzung der Arbeitskreise dabei. Es gab einen gemeinsamen Videodreh zum Thema Verfassungsschutz, eine Führung durch den Landtag und viele gemeinsame Gespräche.
Eines der Ergebnisse: Beide Fraktionen vereinbarten eine Kooperation im Bereich der Kernenergie. In beiden Landtagen wird es dazu Initiativen geben, denn der Ausstieg war eine historische Fehlentscheidung. Gerade jetzt verspricht die Nuklearwissenschaft aufsehenerregende technischen Fortschritte. So ist bereits heute das nachhaltige Recycling von nuklearen Reststoffen möglich. Gerade Sachsen hat eine lange Tradition in der Kernforschung. Ansgar Schledde, in Niedersachsen nicht nur stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sondern energiepolitischer Sprecher der Fraktion, erklärt: „Für unser Bundesland mit mehreren Zwischenlagern ist es naheliegend, diese Kompetenz zu nutzen und eng mit den sächsischen Forschern zusammenzuarbeiten“.
Nicht nur mit dieser Kooperation im Gepäck reiste die Delegation schließlich nach Niedersachsen zurück. Eine Menge Ratschläge, Anregungen und Eindrücke für die zukünftige XXL-Fraktion im eigenen Bundesland wurden ebenfalls mitgenommen. Einig waren sich die Reisenden, dass die kommende Landtagswahl unserer Partei aller Voraussicht nach nicht nur ein Rekordergebnis bescheren wird, sondern auch eine bärenstarke AfD im Parlament.





