Ab nächstem Jahr sollen alle Schüler in Niedersachsen mit einer sogenannten Bildungs-ID versehen werden. Das bestätigte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) gegenüber dem NDR.
Dazu Harm Rykena, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag:
„Ein dubioses Vorhaben, das viele Fragen aufwirft. Unklar scheint selbst im Kultusministerium zu sein, wozu die Schüler-ID eigentlich gebraucht wird, etwa welche Daten hinterlegt werden sollen. Sie biete den Vorteil, dass Schülerinnen und Schüler nicht mehr verloren gehen könnten, befindet Ministerin Hamburg. Nun, die Übergabe bei Schulwechsel müsste sich eigentlich auch mit bisherigen Mitteln der Meldebehörden regeln lassen. Oder hat die Ministerin ihre Behörde so wenig im Griff, dass Schüler auch anderweitig einfach verschwinden?
Insgesamt bleibt der Eindruck, dass hier ein weiterer Baustein des gläsernen Bürgers geschaffen werden soll. Die Datenschützer tragen berechtigte Bedenken vor. Werden die Schülerdaten andererseits weitgehend anonymisiert, sinkt wiederum ihr Nutzen.
Das Fazit: So lange die Vorteile einer solchen Schüler-ID nicht deutlich erkennbar sind, sollte man die Finger davonlassen. Die Schulen in Niedersachsen haben größere Probleme.“
Harm Rykena
